ERMA - Electronic Risk Management Architecture

Logo - Electronic Risk Management ArchitectureDas europäische Forschungsprojekt ERMA (Electronic Risk Management Architecture) unterstützt kleine und mittlere Behörden im Krisenmanagement durch die Entwicklung einer Krisenmanagement-Plattform.

Hintergrund

Die Welt des Katastrophenmanagements ist gekennzeichnet durch ein Überangebot von Informationen, welche die beteiligten Behörden und Rettungsorganisation im akuten Einsatzfall zu bewältigen haben. Dies umfasst Lageberichte, Sensordaten, die jeweiligen Standorte der Einsatzkräfte, Wetterinformationen und Vorhersagen, Zustandsberichte sowie Informationen anderer beteiligter Organisationen. Diese Informationsfülle zu bewältigen und daraus Schlüsse für Handlungsabläufe zu ziehen, ist eine komplexe Aufgabe. Hierzu gilt es insbesondere zu klären:
 

  • wie aktuelle und zukünftige Risiken eingeschätzt werden können,
  • wie die Teamarbeit zwischen den unterschiedlichen Beteiligten informationstechnisch unterstützt werden kann,
  • wie Arbeitsabläufe vorgegeben und dem aktuellen Informationsstand angepasst werden können,
  • wie betroffene Personen (Bürger oder Personal) in den jeweiligen Risikogebieten gewarnt und benachrichtigt werden können.

Projektziele

Unter Berücksichtigung dieser Fragestellungen entwickelt ERMA eine Krisenmanagement-Plattform für kleine und mittlere Gemeinden, die diesen Auswertungsprozess automatisiert und Entscheidungsträger entsprechend der aktuellen Lage unterstützt. Durch ihren modularen Aufbau kann diese Plattform an die jeweiligen Bedürfnisse kleinerer Kommunen angepasst sowie ein- und ausgehende Informationsflüsse aufbereitet, strukturiert und bündelt werden.

Funktionen

ERMA wird u.a. folgende Funktionen realisieren:

  • Einbindung, Auswertung und Visualisierung von Sensor- und Messdaten (bspw. Pegelstände).
  • Einsatz von Schlüsselindikatoren und Ableitung von Maßnahmen aus aktuellen Messwerten.
  • Einbindung von erweiterten Telekommunikationsdiensten und verbesserte Kommunikation von und zum Bürger über CRMs (Citizen Relationship Management) Systeme und Multikanalwarnungen.
  • Einsatz von Kollaborationssoftware für den geregelten Informations- und Datenaustausch zwischen allen beteiligten Rettungsorganisationen und Behörden.
  • Modularer Aufbau und SOA-Architektur zur individuellen Anpassung an lokale Begebenheiten und Einbindung lokaler und externer Quellen.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter www.erma-project.org.

 

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ERMA startete im September 2006 und wird von der Europäischen Kommission teilfinanziert.
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